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SEVA Sindlingen

Die Probleme der Klärschlammbehandlung und -entsorgung sind so alt wie die Abwasserreinigung selbst. Üblicherweise wird der Klärschlamm ausgefault und landwirtschaftlich verwertet oder deponiert.

Da Frankfurt jedoch über kein ausreichend großes landwirtschaftlich genutztes Hinterland verfügt um in den Abwasserreinigungsanlagen anfallenden Schlammmengen als Dünger unter zu bringen und Deponieraum nicht zur Verfügung steht, fiel im Jahr 1973 die Entscheidung zum Bau einer zentralen Schlamm-Entwässerungs- und Verbrennungs- Analage (SEVA). Die Frischschlammverbrennung war für Frankfurter Verhältnisse das umweltschonendste und gleichzeitig kostengünstigste Verfahren, den anfallenden Klärschlamm zu entsorgen.

Am 4. Juni 1981 wird die SEVA mit drei Verbrennungslinien in Betrieb genommen. Jede Ofenstrasse ist für die Verbrennung von je zwei Tonnen Feststoff pro Stunde ausgelegt. Der Schlamm aus der ARA Niederrad/Griesheim wird über eine 11,5 km lange Schlammdruckleitung zur SEVA gepumpt und dort gemeinsam mit dem Schlamm der ARA Sindlingen behandelt.

Nach einer Komplettsanierung und Erweiterung ist die SEVA seit März 1997 mit vier Verbrennungslinien, von denen maximal drei gleichzeitig betrieben werden dürfen, sowie einer Kraft-Wärme-Kopplung zur effizienten Energienutzung wieder in Betrieb und entspricht dem heutigen Stand der Technik.