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Reinigungsleistung der Abwasserreinigungsanlagen

Die Stadt Frankfurt am Main betreibt zwei der größten Abwasserreinigungsanlagen (ARA) in Hessen und eine Schlammentwässerungs- und -verbrennungsanlage (SEVA), in der ausschließlich die eigenen Schlämme verbrannt werden. Die Abwasserreinigungsanlagen befinden sich in Niederrad (Ausbau für 1,35 Millionen Einwohnerwerte) und in Sindlingen (Ausbau für 470.000 Einwohnerwerte) mit Einleitungen aus dem Stadtgebiet von Frankfurt und diversen angrenzenden Nachbargemeinden.

Abwasserreinigungsanlagen werden entsprechend der Fracht an biologisch abbaubaren Substanzen in 5 Größenklassen unterteilt, deren Anforderungen an die einzelnen Parameter für die Einleitung ins Gewässer unterschiedlich streng bewertet werden. Beide Frankfurter Anlagen gehören der höchsten Größenklasse 5 an und reinigen besser, als die gesetzlich vorgegebenen Anforderungen vorschreiben. Die von der zuständigen Wasserbehörde festgelegten, strengeren Überwachungswerte werden ebenfalls eingehalten (siehe Abbildung 1). Die beiden Abwasserreinigungsanlagen leisten damit einen bedeutenden Beitrag zum Schutz des Mains. Wie zu sehen ist, sind die Reinigungsleistungen der vergangenen Jahre auf einem konstanten, hohen Niveau für alle für die kommunale Abwasserreinigung maßgeblichen Parameter (Abbildung 2).

Abwassermengen sind von Regenereignissen und Jahreszeiten beeinflusst (Abbildung 3), wobei der durchschnittliche Abfluss in den Main für die ARA Niederrad/Griesheim circa 220.000 m3/dund für die ARA Sindlingen etwa 50.000 m3/d beträgt. Durch den mikrobiellen Abbau werden die Schmutzstoffe weitgehend in Wasser und Kohlendioxid umgewandelt. Das gereinigte Abwasser enthält nur noch geringe Konzentrationen an Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Der Schlamm beinhaltet die "Reststoffe" des Reinigungsprozesses (Abbildung 4). Durch den mikrobiellen Abbau werden die Nährstoffe aus der großen Wassermenge (ca. 100 Millionen Jahr) in eine deutliche geringere Menge Schlamm überführt (etwa 1,4 Mio. m3). Der Schlamm wird in der Schlammentwässerungs- und –verbrennungsanlage (SEVA) in Sindlingen auf etwa 0,1 Millionen m3 (inklusive Wasseranteil) eingedickt und verbrannt. Zurück bleiben etwa 8.000 Tonnen anorganische Asche je Jahr, die verwertet werden.